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Clubsessel

Eisen und recycelte Sari-Stoffe, 75 x 60 x 80 cm
Artikelnummer
BD1-20-916
Lieferzeit
2-3 Tage
259,00 €
St.
Ein zweites Leben für alte Saris


Durchschnittlich trägt eine Frau in Bangladesch einen Sari etwa zwei Jahre lang. In der Stadt Dhaka hat sich durch diesen Umstand eine eigene Recycling-Kultur etabliert. Die Ärmsten der Armen gehen von Haus zu Haus und fragen nach gebrauchten Saris, um sie auf dem Markt anzubieten. Produzent*innen von Prokritee kaufen die Stoffe, waschen und schneiden sie in Streifen und fertigen danach in aufwendiger Handarbeit daraus die hochwertigen Clubsessel.
Durch die große Vielfalt der wiederverwendeten Saris ist jeder der farbenfrohen Sessel ein Einzelstück. Keiner gleicht dem anderen und jeder trägt einen Teil der Lebensgeschichten der Sari-Trägerinnen in sich.

Prokritee 1
Prokritee

Die Fairhandels-Organisation Prokritee hat ihren Sitz in Dhaka. Sie arbeitet vor allem mit Kunsthandwerker*innen in den ländlichen Gegenden von Bangladesch zusammen.

Soziales Engagement Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza im Jahr 2013 war ein schockierendes und für viele Menschen aufrüttelndes Erlebnis. Spätestens durch dieses tragische Ereignis wurde deutlich, wie prekär die Arbeitsbedingungen der Menschen in der bengalischen Textilindustrie sind. Prokritee ist ein Gegenbeispiel zu der Fast Fashion Industrie im Land. Zum Beispiel benutzen die Kunsthandwerker*innen die Verschnitte der örtlichen Textilindustrie, um sie ganz im Sinne von Slow Fashion, zu hochwertigen, handgearbeiteten Taschen zu verarbeiten. Natürlich unter guten Arbeitsbedingungen mit fairen Preisen.

Ökologische Herstellung Der Faire Handel und Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand. Prokritee (bengalisch für Natur) zeigt, wie dies Tag für Tag von rund 1.500 Kunsthandwerker*innen umgesetzt wird. Die Produzent*innen nutzen natürliche, heimische Materialien für ihre handgearbeiteten Produkte. Jute, Seide oder Wasserhyazinthe sind die Basis für das handgeschöpfte Papier. Abgelegten Saris geben die Frauen und Männer ein neues Leben, indem sie sie in Körbe einflechten oder Buchumschläge daraus gestalten.

Ökonomische Fairness Prokritee arbeiten vor allem mit Frauen zusammen und stärkt diese nicht nur finanziell sondern auch deren Selbstbestimmung- und Selbstbewusstsein. Frauen sowie Männer bei Prokritee werden auf Stücklohnbasis bezahlt und erhalten den gleichen Preis. Dieser liegt über dem regionalen Durchschnitt. Alle Produzent*innen könne an Fort- und Weiterbildungen oder Alphabetisierungskursen teilnehmen. Die Produzent*innen profitieren außerdem von einem Rentenfonds, Sparprogrammen und Kleinkrediten.

In einer eigenen Design-Abteilung werden gemeinsam neue Entwürfe entwickelt. Voraussetzung hierbei: Auch neue Designs beinhalten kulturelle Elemente aus der Geschichte Bangladeschs. Die Produzent*innen fertigen alle Produkte von Hand. Für El Puente stellen sie beispielsweise Schals und Papeterie-Produkte wie Geschenkkarten her.

Prokritee arbeitet nicht gewinnorientiert. Wenn es dennoch gelingt, Gewinne zu erwirtschaften, reinvestiert die Organisation diese oder zahlt sie in einen Fonds ein, der den Produzent*innen als Altersvorsorge dient. Ein weiterer Anteil wird direkt an die Produzent*innen ausgezahlt. Daneben werden Rücklagen für Zuschüsse zur Gesundheitsvorsorge der Produzent*innen gebildet.

Prokritee wurde 2001 von MCC, einer Hilfsorganisation der mennonitischen Kirche, gegründet und ist Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO).

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Prokritee 2
Recycling
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Prokritee 1
Prokritee

Die Fairhandels-Organisation Prokritee hat ihren Sitz in Dhaka. Sie arbeitet vor allem mit Kunsthandwerker*innen in den ländlichen Gegenden von Bangladesch zusammen.

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